Fragmentale Kopfgeburten

Zettelladen eines Zeitverdichters. Im Streubereich der Wahrheit.  
Filed under

tierausbeutung

 

ausgeschnitten.9.9.48

ende märz 2008 sah ich sie, im revier wolfsberg, forstamt frauenwald (thüringen), zum ersten mal: zwei einwachser! der eine widder hatte schon ganz "blanke haut" am träger, der andere deutlich sichtbare scheuermale. leider kam ich bei dieser ersten begegnung nicht zu schuss. das ganze jahr spukten mir diese "todgeweihten" durch meinen kopf - bis ich sie am morgen des 17. oktober erneut in anblick bekam. bereits bei völliger dunkelheit hatte ich mich im "muffelwald" angesetzt. in der ersten dämmerung traten ein paar schafe und etwas jungwild aus. ich beschloss, ein lamm zu erlegen. die büchse bereits im anschlag, wartete ich darauf, dass sich eines frei und breit stellen würde, als ein widder durchs "bild" zog. die ansprache des stücks erfolgt durch das 12-fache zielfernrohr: jawohl, einer der beiden gesuchten einwachser! im schuss fiel der widder zusammen. die freude war groß, viel leid konnte ich diesem stück ersparen.

leserbrief von damaris möckel in "deutsche jagdzeitung" märz 2009

Loading mentions Retweet
Filed under  //   deutsche jagdzeitung   erschießen   jagd   jägerlatein   lamm   tierausbeutung   widder  

Comments [0]

ausgeschnitten.9.9.40

übrigens ist nicht nur die haltung und schlachtung der tiere eine quelle der qual, sondern bereits ihre züchtung. legendär sind die kuh mit euterhalter und das schwein mit vervielfachten rippen - keine skurilen ausnahmen, sondern die regel. auch das huhn, das jeden tag ein ei legt, verausgabt sich bis zu seinem verfrühten tode, und der muskelapparat des masthähnchens wächst so schnell, dass skelett und organe nicht mehr mitkommen. versuche von agrarwissenschaftlern haben gezeigt, dass die heutigen "broiler" viele angebote in ihren ställen nicht annehmen - die hähnchen laufen wenig herum, auf die sitzstangen fliegen sie nicht hinauf. verabreicht man ihnen jedoch ein schmerzmittel, nimmt ihre bewegung wieder zu - das heißt umgekehrt, das übliche leben des masthähnchens ist ein leben voller schmerz. veterinärmediziner mahnen bereits, dass alle tiere, die oder deren produkte wir heute verzehren, krank sind, gemessen am gesunden funktionieren eines tierischen körpers. verkrüppelungen, knochenbrüche, organschäden, entzündungen, tumore. und wieder: auch biobetriebe setzen solche züchtungen ein, sonst könnten sie im konkurrenzkampf gar nicht bestehen.

hilal sezgin in der "taz" 31. januar / 1. februar 2009

Loading mentions Retweet
Filed under  //   bio   fleichkonsum   qualzucht   tierausbeutung   tierhaltung   tierzucht   vegetarismus  

Comments [0]